Göttliche Komödie

Göttliche Komödie Worum es geht
Die Göttliche Komödie, italienisch ursprünglich Comedia oder Commedia (deutsch „Komödie“), in späterer Zeit auch Divina Commedia genannt, ist das. Die Göttliche Komödie, italienisch ursprünglich Comedia oder Commedia, in späterer Zeit auch Divina Commedia genannt, ist das Hauptwerk des italienischen Dichters Dante Alighieri. Sie entstand während der Jahre seines Exils und wurde. Die göttliche Komödie | Dante Alighieri, Karl Witte | ISBN: | Kostenloser Versand für alle Bücher mit Versand und Verkauf duch Amazon. Die Göttliche Komödie (Ausgabe von Artemis und Winkler), Divina commedia, Von Dante Aligheri. «Es war in unseres Lebensweges Mitte / Als ich. Free kindle book and epub digitized and proofread by Project Gutenberg. Die Göttliche Komödie (German Edition) [Alighieri, Dante, Witte, Karl] on Amazon.com. *FREE* shipping on qualifying offers. Die Göttliche Komödie (German. Dantes 'Komödie', die erst Boccaccio 'göttlich' genannt hat, schildert eine Reise durch die drei Reiche des Jenseits. Durch Hölle und Fegefeuer führt den Autor.

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Dokumentation Dantes Inferno Das Werk besteht aus exakt Gesängen, die aus drei Teilen zu je 33 Gesängen und einer Einleitung aufgebaut sind. Mit der "Commedia" wandte sich Dante an sein Volk - und erhob dabei das Italienische in den Stand einer Literatursprache. Legionen Cineplex Aachen Aachen Teufeln verwehren den beiden Wanderern den Xmen Apocalyps. Danteportrait von Raffael aus dessen Disputa im Vatikan zu Rom. Markieren Sie wichtige Aussagen in der Zusammenfasung. Aber auch diese wird später vom hl. Nicht nur ungetaufte Kinder sind in diesem Kreis anzutreffen, sondern auch Dichter und Denker der Antike oder des Heidentums.Göttliche Komödie - Inhaltsverzeichnis
Jahrhundert das gängige Bild des Kosmos, auf das sich auch Dante bezog. Dante Durante Alighieri ward zwischen dem Sie versuchten, die Erkenntnisse der antiken Philosophie ins Christentum "hinüberzuretten": Statt das heidnische Wissen zu verbannen, sollten antike Ideen mit den Glaubenssätzen des Christentums harmonisch verbunden werden. Jahrhundert Gemälde in der Art von Heiligenbildern.Sie entstand während der Jahre seines Exils und wurde wahrscheinlich um begonnen und erst kurze Zeit vor seinem Tod vollendet Die in Hölle , Fegefeuer und Paradies aufgeteilte Divina Commedia gilt als bedeutendste Dichtung der italienischen Literatur und hat die italienische Sprache als Schriftsprache begründet.
Politisch hing die Entstehung und Nachwirkung des Werkes mit dem lang andauernden Konflikt zwischen Ghibellinen und Guelfen Kaiser- und Papstanhänger zusammen, der das mittelalterliche Italien beherrschte, worauf hier aber nicht eingegangen wird, zumal Dantes Dichtung sich im Gegensatz zu diesem Konflikt als zeitlos erwiesen hat.
Vergil selbst ist als Heide der vorchristlichen Zeit in Ermangelung des Sakraments der Taufe von der Erlösung ausgeschlossen.
Aber aufgrund seines tugendhaften Lebens und seiner Rolle als Dichter des Weltkaisertums und ahnungsvoller Prophet der Ankunft Christi in seiner vierten Ekloge bleiben ihm die Höllenstrafen erspart, und er darf die Zeit bis zum Jüngsten Gericht in dem der eigentlichen Hölle vorgelagerten Limbus verbringen, gemeinsam mit anderen Gerechten der Heidenheit und des Islams.
Nur in seiner Eigenschaft als Führer im göttlichen Auftrag darf er den Limbus zeitweise verlassen und den Jenseitsbesucher durch Hölle und Läuterungsbereich begleiten.
Aber nicht nur als philosophisch-ethischer Lehrer, der seinen Schützling unterweist und bei mancher Gelegenheit auch ermahnt, sondern auch als literarisches Vorbild, nämlich als Dichter der Unterweltreise des Aeneas im sechsten Buch der Aeneis , schreitet er Dante voran.
Seine Rolle endet an der Schwelle des irdischen Paradieses, wo Dante von Matelda, einer historisch nicht ganz sicher zu deutenden Frauengestalt, in Empfang genommen und weitergeleitet wird zu Beatrice , seiner verstorbenen Jugendliebe, die schon im Zentrum seiner Vita Nova stand.
Matelda, deren Name nur von Beatrice beiläufig ausgesprochen wird, bleibt eine an das irdische Paradies gebundene Gestalt ohne sehr persönliche oder durch ein bekanntes früheres Verhältnis zu Dante zu beleuchtende Physiognomie, fungiert jedoch als Wächterin des Paradieses und ausführende Dienerin Beatrices in einer herausgehobenen Position und bietet durch ihren Namen, ihre Rolle und literarische Merkmale ihrer Präsentation rätselhafte Züge, die man auf die biblische Eva, auf mythologische Personen wie Proserpina und auf Personen der jüngeren Geschichte, insbesondere die Markgräfin Mathilde von Toskana , beziehen kann.
Versunken in den Anblick seiner geliebten Beatrice wird Dante mit dieser zum Flug durch die Himmelssphären entrückt, wo sie ihm als Führerin und Lehrerin die Ordnung des Universums darlegt, astronomische Rätsel und theologische Probleme auflöst und ihn den Lichtseelen der Heiligen zuführt.
Wie schon in der Beziehung zu Vergil ist das Verhältnis Dantes zu Beatrice geprägt von Zärtlichkeit und Verehrung, zusätzlich aber auch durch das ihn immer wieder überwältigende Entzücken und die Freude über die Schönheit der göttlichen Ordnung, die sich im Anblick Beatrices und insbesondere in ihren Augen widerspiegelt.
An ihre Stelle tritt für die Schlussepisode des Werks ein ehrwürdiger Greis, der Heilige Bernhard von Clairvaux , als Verfasser der Schrift De consideratione möglicherweise eine Quelle für Dantes Theologie der Kontemplation und Vision, hier aber vor allem in seiner Bedeutung für die mittelalterliche Verehrung Mariens gewürdigt, zu der er im Namen Dantes ein Gebet spricht, nachdem er ihm die Himmelsrose der Heiligen vorgestellt hat.
Personen der antiken, der biblischen und vor allem der mittelalterlichen Geschichte, bekannte und minder bekannte oder manchmal auch heute unbekannte, werden hierbei als Individuen mit ihren persönlichen Leidenschaften, Erinnerungen und Verfehlungen oder Verdiensten präsentiert, versinnfälligen aber zugleich auch das ethisch und theologisch abstrakte Gedankensystem, das der Rangfolge der Jenseitsbezirke zugrunde liegt.
Die Präsentation dieser Personen wird erzählerisch kunstvoll und abwechslungsreich variiert und erfolgt teils in nur kurzen Erwähnungen und katalogartigen Aufzählungen oder auch in ausführlichen Begegnungsszenen, in denen die Seelen der Verstorbenen Zwiesprache mit dem Jenseitsbesucher und seinem Führer halten und ihm ihre Erinnerungen an das vergangene Erdenleben, Nachrichten an noch lebende Personen oder auch Prophezeiungen über Zukünftiges mit auf den Weg geben.
Der Titel Commedia verweist zwar auf die dramatische Gattung der Komödie , ist jedoch nicht oder nicht streng im Sinne der klassisch-antiken Gattungspoetik zu verstehen.
Seit dem Jahrhundert hat sich dieses Beiwort in den gedruckten Ausgaben als fester Bestandteil des Titels etabliert, während kritische Ausgaben in jüngerer Zeit den Zusatz als spätere Hinzufügung wieder vermeiden.
Lebensjahres, den Kreuzestod starb. Zahlhafte Korrespondenzen zwischen den drei Teilen des Werkes hat man vielfach durch die vergleichende Gegenüberstellung dieser Jenseitsbezirke und auch ihrer vor- und nachgelagerten Schauplätze, aber auch unter Einbeziehung der formalen Zählung der Gesänge zu deuten versucht.
So besteht in der Forschung Einigkeit darüber, dass der jeweils sechste Gesang jeder Cantica in absichtsvoller Weise einem Thema der politischen Geschichte gewidmet ist und sich hierbei in der Abfolge der Themen Geschichte von Florenz, Italiens und des Kaiserreiches auch das in der Commedia vielfach herrschende Prinzip gradueller Steigerung bewahrheitet.
Auch innerhalb einzelner Gesänge oder Episoden werden zuweilen zahlhafte Ordnungsprinzipien erkennbar, indem eine scheinbar zufällige Folge von Anaphern , Personen oder Handlungen auf ein traditionelles, für das aktuell behandelte Thema aufschlussreiches Zahlenverständnis verweist.
Über solche und über weitergehende Deutungen, die besonders im Verszahlenbau der Commedia auch komplexere Zahlenverhältnisse auf zahlensymbolische Intentionen oder mathematische Berechnungen Dantes zurückführen wollen, besteht jedoch in der Forschung noch wenig Einigkeit und Sicherheit.
Zur Entstehungszeit der Commedia befand sich Dante seit als von seiner Vaterstadt Florenz Verbannter im Exil und hielt sich an verschiedenen Orten in Oberitalien, darunter besonders in Verona , Padua und Ravenna auf.
Er war angewiesen auf die Unterstützung fürstlicher Gönner, aber es ist wenig oder nichts darüber bekannt, unter welchen Bedingungen er lebte und nicht nur seine Werke verfasste, sondern auch die dafür erforderlichen Studien betrieb.
An den politischen Vorgängen seiner Zeit nahm Dante leidenschaftlichen Anteil, aber nicht mehr als aktiver Politiker, sondern vor allem durch seine Briefe, Schriften und Dichtungen, mit denen er Einfluss auf das Geschehen zu nehmen versuchte.
Dieses Engagement zeichnet sich auch in der Commedia ab, aber nicht als ein nur tagespolitisches, sondern, wie in allen Werken Dantes, als ein sehr umfassendes Bemühen um eine Verfassung der menschlichen Gesellschaft, die sich an den für Dante kongruenten Prinzipien des biblischen Heilsplanes und der philosophischen Vernunft orientiert.
Die Reise soll ihren Anfang am Karfreitag des Jahres genommen haben. Der Protagonist Dante verirrte sich im ersten Gesang in einen tiefen Wald, weil er den rechten Weg verloren hatte.
Nun strebte der jährige dem Berg der Tugend entgegen, als er in einer Vision tierischer Gestalten von einem Panther oder einem Luchs meist als Sinnbild der Wollust gedeutet , einem Löwen dem Sinnbild des Hochmutes und einer Wölfin dem Sinnbild der Habgier in ein finsteres Tal abgedrängt wird.
Dort begegnet er dem von ihm verehrten römischen Dichter Vergil , den er auch sogleich um Hilfe bittet. Mit der Jenseitswanderung des Aeneas hat Vergil in der Aeneis das literarische Vorbild geliefert, auf das in der Commedia immer wieder Bezug genommen wird.
Da Vergil aus vorchristlicher Zeit stammt und er nicht getauft ist, ist ihm trotz seiner Rechtschaffenheit der Eintritt ins Paradies verwehrt.
Dort auf dem Paradiesberg wird Dante daher von seiner früh verstorbenen und tugendhaft idealisierten Jugendliebe Beatrice geführt.
Aber auch diese wird später vom hl. Bernhard von Clairvaux abgelöst. Die Hölle ist ein einem antiken Amphitheater gleichender Trichter mit steilen Terrassen zum Erdmittelpunkt hin, entstanden durch den Absturz Luzifers , wodurch auf der Südhalbkugel der Läuterungsberg aus dem Meer getrieben wurde.
Kreis , in der mittleren Hölle die Sünder aus Bosheit 5. Kreis , in den zwei untersten die Sünder des Verrats 8.
Kreis , deren hoher Rang an Sünde sich aus dem Schicksal des Autors erklärt. Zunächst decken sich Gesänge und Kreise, dann treten Kreise mit Unterkreisen auf, die in einem Teil eines Gesangs, in einem ganzen Gesang oder über mehrere hinweg beschrieben werden.
Immer wieder überraschen die starken, in der Weltliteratur häufig verwendeten Bilder, die Symbole der Macht und die hier nicht zu erwartenden Fürsten der Kirche.
Die Höllensequenz ist Geschichtsbuch, Warnung und literarische Vergeltung an den Gegnern Dantes mit manch kritischer Einsicht auch gegenüber der Politik der eigenen Partei.
Sowohl die offene Darlegung der eigenen miserablen Lage als auch ein später Triumph Dantes über seine Gegner sind die bestimmenden Gesten.
Den Gedanken der Abrechnung mit den Feinden legt er z. Laut dem danteschen Weltbild liegt die Hölle im Inneren der nördlichen Halbkugel.
Sie ist der Sitz von Luzifer und besteht aus sich zum Erdmittelpunkt hin verjüngenden Kreisen. Der Trichter entstand durch den Sturz Luzifers und seiner Engel, und die solcherart zurückgedrängte Erde bildet den Läuterungsberg , der als einzige Landmasse aus der sonst von Wasser bedeckten Südhalbkugel herausragt.
Gerechtigkeit trieb meinen hohen Schöpfer, Geschaffen haben mich die Allmacht Gottes, Die höchste Weisheit und die erste Liebe Vor mir ist kein geschaffen Ding gewesen, Nur ewiges, und ich muss ewig dauern.
Lasst, die Ihr eintretet, alle Hoffnung fahren! Hinter dem Höllentor liegt die Vorhölle, der Ort für die lauen Seelen, die weder gut noch böse waren.
Diese laufen rastlos in Scharen umher und werden von Ungeziefer gepeinigt. Am ersten Fluss der Hölle, dem Acheron , versammeln sich die bösen Seelen, die von Charon an das andere Ufer gebracht werden.
Hier verweigert Charon dem Dichter mit einer dunklen Andeutung auf sein ewiges Geschick die Überfahrt.
Wie Dante den Acheron letztlich überquert, bleibt im Dunkeln. Dann schreitet er mit Vergil hinab in die lediglich durch Seufzer getrübte Stille des ersten Höllenkreises.
Hier, im Limbus , befinden sich die unschuldig schuldig Gewordenen, alle, die sündenfrei sind, aber nicht dem christlichen Glauben angehören bzw.
Nicht nur ungetaufte Kinder sind in diesem Kreis anzutreffen, sondern auch Dichter und Denker der Antike oder des Heidentums. Neben den antiken Dichtern wie Homer , Philosophen wie Aristoteles , den trojanischen und römischen Helden, aber auch mittelalterlichen Gestalten wie Averroes , Avicenna [12] und Sultan Saladin gehört auch Vergil zu denen, die unter falschen, lügnerischen Göttern lebten.
Nach der antiken Heldenschau, in deren Verlauf die beiden Dichter von Homer, Horaz , Ovid und Lukan begleitet werden, [13] steigt Dante mit dem römischen Poeten weiter hinab.
Hinter dem ersten Höllenkreis werden die Sünder vom antiken Hadesrichter Minos , hier zum Dämon verzerrt, empfangen. Vor diesem müssen sie alle ihre Sünden beichten.
Der Kenner aller Sünden legt mit Hilfe seines Schweifes daraufhin fest, in welchen Kreis der Betroffene hinabsteigen muss.
Wie schon zuvor Charon muss auch Minos erst von Vergil beschwichtigt werden. Aus Mitleid über ihr zeitliches und ewiges Los bricht Dante zusammen.
Im vierten Höllenkreis befinden sich die Verschwender und die Geizigen, die von Plutos bewacht werden. Der fünfte Höllenkreis ist der Sumpf der zornigen Seelen.
Choleriker bekämpfen sich hier unablässig in den Fluten des Flusses Styx , während die Ignoranten und Phlegmatiker für immer in den Fluten des Styx untergetaucht bleiben.
Die Seelen der Märtyrer und Glaubenskämpfer formen ein glühendes und singendes Kreuz, das Dante und Beatrice im Marshimmel entgegenleuchtet.
Den gerechten Herrschern wurde der Jupiterhimmel zugewiesen. Die leuchtenden und singenden Seelen formen hier einen Adlerkopf, der die schlechten Fürsten schmäht und die gütigen Herrscher lobt.
Im Saturnhimmel erspäht Dante die Jakobsleiter, die sich golden bis in die obersten Himmelssphären schwingt. Kometenschnell steigt Dante zum Fixsternhimmel auf, von dem aus ihm die Erde winzig klein erscheint.
Als Belohnung für seine guten Antworten begegnet er Adam, dem ersten Menschen, und verlässt nun vollkommen die "irdischen" Sphären im Himmel.
Beatrice erklärt ihm die Hierarchie der Engel, die sich in Scharen um dieses Licht bewegen. Sie betrauert die Fehlentwicklungen der Kirche, welche die Botschaft des Evangeliums entstellt habe, und schmäht den Ablasshandel.
Als Höhepunkt seiner Reise erblickt er Gott: ein strahlendes Licht, welches ihm das Geheimnis der Dreieinigkeit enthüllt. Dante vermag nicht zu beschreiben, was er sieht, so hingerissen ist er von dem Anblick, und geht, wie von einem Blitz geblendet, darin auf.
Auffallend ist die häufige Verwendung der heiligen Zahlen 3 und 10, die auch in ihren Vielfachen 9 und auftauchen: Das gesamte Werk besteht aus 3 Teilen Hölle, Läuterungsberg und Paradies , die jeweils 33 unterschiedlich lange Gesänge enthalten.
Zusammen mit einem einleitenden Gesang ergeben sich also Gesänge. Die insgesamt 14 Verse sind in der Strophenform der Terzine verfasst: Dabei handelt es sich um drei Verse mit elf Silben, bei denen sich jeweils der erste und dritte Vers reimen.
Der zweite Vers reimt sich wiederum mit dem ersten und dritten Vers der folgenden Terzine usw. Die Zahlensymbolik der Dreierpotenzen setzt sich auch auf inhaltlicher Ebene fort: Die einzelnen Bereiche des Jenseits sind beispielsweise in neun Stufen aufgeteilt.
Dantes Göttliche Komödie setzt beim Leser eine tiefe Kenntnis des mittelalterlichen Weltbildes voraus. Dieses wurde einerseits durch die Lehre der scholastischen Philosophie und andererseits durch das astronomische System des Ptolemäus bestimmt.
Die Scholastiker abgeleitet von dem lateinischen Wort für "Schule" bildeten die gelehrte Schicht in den Klosterschulen des Mittelalters zwischen dem Sie versuchten, die Erkenntnisse der antiken Philosophie ins Christentum "hinüberzuretten": Statt das heidnische Wissen zu verbannen, sollten antike Ideen mit den Glaubenssätzen des Christentums harmonisch verbunden werden.
In ihren Methoden vertrauten die Scholastiker dabei vor allem auf Aristoteles, während sie die anderen griechischen Denker kaum einbezogen.
Bis zu den Entdeckungen des Kopernikus im Jahrhundert lieferte das astronomische System des Claudius Ptolemäus aus dem 2.
Jahrhundert das gängige Bild des Kosmos, auf das sich auch Dante bezog. Das ptolemäische Weltbild stellt die unbewegliche Erde in das Zentrum des Universums.
Auf Sphären oder Ringen bewegen sich die Gestirne um die Erde. Die Sonne befindet sich nach diesem System auf der vierten Bahn von der Erde entfernt.
Dante verfasste sein Hauptwerk vermutlich zwischen und Den Plan, das epische Gedicht in der italienischen Volkssprache zu schreiben, fasste Dante schon recht früh.
Der Name muss jedoch als Gattungsbegriff verstanden werden: Nach den Regeln der Dichtkunst zu Dantes Zeit wurde eine Geschichte, die grausig beginnt und glücklich endet, als "comoedia" bezeichnet.
Der italienische Dichter Giovanni Boccaccio verfasste eine Biographie über Dante und gab dessen Hauptwerk den Beinamen "göttlich". Hierauf bezog sich der Herausgeber einer Ausgabe von , sodass Dantes Werk fortan als Göttliche Komödie bezeichnet wurde.
Für die Italiener ist Dante der Nationaldichter schlechthin. Dantes Hauptwerk macht es dem Leser wahrlich nicht leicht, ihm zu folgen: Selbst seine Zeitgenossen mussten für das Verständnis der politischen und historischen Anspielungen auf ausführliche Kommentare zurückgreifen.
Leider existiert keine vom Autor angefertigte Handschrift mehr. Dafür besitzt die Wissenschaft über Abschriften. Die älteste findet sich in einem florentinischen Kodex aus dem Jahre Die ersten Drucke stammen aus dem Jahr Dantes Beschreibung der Hölle und des Himmels war Inspiration für die bedeutendsten Künstler, die in immer neuen Varianten die verschiedenen Ausgaben schmückten.
Die deutschen Klassiker taten sich schwer mit Dantes Jenseitsszenario: Goethe und Schiller verhielten sich gegenüber dem "Moderduft aus Dantes Hölle" Goethe eher abfällig.
Andere, wie Lessing und Klopstock, waren zumindest reserviert. Für die deutschen Romantiker war Dante allerdings ein Fest, ein rauschendes Bild aus Farben und Sprache, das den romantischen Vorstellungen einer "Universalpoesie" entsprach.
Jahrhunderts eine verstärkte Dante-Lektüre anregten. Dante Alighieri wird in Florenz geboren. Dantes Eltern, die dem niederen Adel angehören, versterben noch bevor er 20 Jahre alt ist.
Eine Begegnung aus Dantes Kindheit gehört zu den wichtigsten Ereignissen im Leben des Dichters: Mit neun Jahren lernt er die etwa gleichaltrige Florentinerin Beatrice kennen, die Dante zeitlebens verehrt.
Sie bildet die Projektionsfläche für seine Vorstellung einer himmlisch entrückten Frau - insbesondere weil sie schon mit 24 Jahren der Tod ereilt.
Dadurch wird sie für den Dichter noch mehr zur Muse, zu einer Idealgestalt, die ihn in der Göttlichen Komödie in den Himmel trägt, ihn dort über die göttliche Ordnung aufklärt und der er auch sein Werk Neues Leben Vita nuova widmet.
In der Folge bekleidet er hohe politische Ämter in Florenz. Für den Fall, dass er sich erneut in Florenz blicken lässt, droht ihm der Feuertod.
Im Exil wechselt Dante seine politische Überzeugung und freundet sich mit den Idealen der Ghibellinen an: Wie sie ersehnt er ein geeintes Europa unter der Vorherrschaft eines Kaisers, der die Streitigkeiten der italienischen Städte ein für allemal beenden soll.
Dante kehrt nicht mehr in seine Geburtsstadt Florenz zurück und stirbt am September in Ravenna. Wir finden, bewerten und fassen relevantes Wissen zusammen und helfen Menschen so, beruflich und privat bessere Entscheidungen zu treffen.
Epos Mittelalter. Take-aways Dantes literarische Höllen- und Himmelfahrt von markiert den Anfangs- und zugleich den Höhepunkt der italienischen Literatur.
Der Autor macht sich selbst zum Helden der eigenen Geschichte: Dante lässt sich von dem verehrten römischen Dichter Vergil durch die Unterwelt führen.
Dante zeigt die Hölle als einen riesigen, spiralförmigen Trichter, der bis tief in den Erdmittelpunkt reicht.
Nach der Hölle gelangt Dante zu dem terrassenförmigen Läuterungsberg. Auf seinem Gipfel befindet sich das irdische Paradies, aus dem Adam und Eva vertrieben wurden.
Im Himmel wird Dante nicht mehr von Vergil geführt, sondern von Beatrice, seiner Muse, von der er schon als neunjähriges Kind fasziniert war.
Die Sphären des himmlischen Paradieses entsprechen dem mittelalterlichen Weltbild mit der Erde als Zentrum des Universums. Bei seinem Hauptwerk setzt Dante konsequent auf die italienische Volkssprache statt auf das übliche Latein der Gebildeten.
Das Werk besteht aus exakt Gesängen, die aus drei Teilen zu je 33 Gesängen und einer Einleitung aufgebaut sind. Interpretationsansätze Von den Lehren der Scholastik beeinflusst, versucht Dante, Personen aus dem heidnisch-antiken Sagenkreis in die christliche Thematik einzubauen: Daher finden sich z.
Dante benutzt die Figur eines Ich-Erzählers: Er selbst tritt als Hauptperson in Erscheinung und reiht sich damit selbstbewusst in den Kreis der antiken Dichter ein.
Trotz der phantastischen Geschehnisse versucht Dante, die Strafen der Hölle und des Läuterungsbergs nach einem realistisch wirkenden Rechtssystem aufzubauen: Dieses als "contrapasso" bezeichnete System der angemessenen Vergeltung versieht jeden Sünder mit der für ihn passenden Strafe.
Die Sonne bildet dabei lediglich einen Stern unter vielen.
2 KOMMENTARE
Ich bin endlich, ich tue Abbitte, aber mir ist es etwas mehr die Informationen notwendig.
Es scheint, es wird herankommen.